1. Das Anschneiden
Der Schnitt soll genau auf der Linie erfolgen, an der das Käppchen an das Deckblatt anschließt.
der Grund für diesen Schnitt: Es soll eine Öffnung geschaffen werden, die groß genug isr, um genügend Zugkraft zu gewährleiten; gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass ein ausreichender Teil des Cigarrenendes erhalten bleibt, um zu verhindern; dass sich das Deckblatt löst.
Es gibt mehrere Werkzeuge, mit denen sich der Schnitt ausführen lässt. Das bekannteste ist die Guillotine, die eine oder zwei Klingen haben kann. Eine andere Variante ist der Rundschneider ( oder Puncher ) mit einer runden Klinge. Dieses schneidet einen teil des Käppchens aus und belässt die Form des Kopfstücks unversehrt. Für Figurado - Formate ist er jedoch ungeeignet.
Cigarenschneider in V-Form sind nicht zu empfehlen, da sie dazu neigen, das empfindliche Käppchen zu zereißen. Man sollte auch nicht die Spitze mit einem Streichholz oder einem Zahnstocher durchstechen, da dadurch die Einlage gedrückt wird und sich ein Pfrppfen bilden kann, der dann das ordnungsgemäße Zugverhalten der Cigarren beeinträchtigt.
Die Bauchbinde sollte, wenn schon nicht zu beginn des Rauchens entfernt werden, sondern erst dann, wenn die Cigarre sich richtig erwärmt hat. Das Deckblatt könnte beschädigt werden.
2. Das Anzünden
Achten Sie beim Anzünden Ihrer Cigarren immer auf folgendes :
Zünden Sie eine Cigarre immer mit einer geruchlosen Flamme an. Verwenden Sie dazu ein Butangas-Feuerzeug, ein Holzstreichholz oder einen Zedernholzspan. Aus Zeitgründen kann es auch sinnvoll sein, ein sogenanntes Jet - Flame - feuerzeug zu verwenden. Durch die sehr kräftige Flamme, lässt ich sehr schnell eine gleichmässige Glut erzeugen. Doch Vorsicht: durch die sehr heiße Flamme ( über 1.000 Grad Celsius ) muss ein ausreichender Abstand zur Cigarre eingehalten werden, da der tabak sonst zu heiß verbrannt wird. Ideal ist es, wenn die Spitze der Flamme den Fuß der Cigarre gerade berührt.
Vewenden Sie bitte niemals ein benzin - Feuerzeug, ein Wachsstreichholz oder eine Kerze, das so das Aroma Ihrer Cigarre unwiederbringlich zerstört wird.
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um die Cigarre anzuzünden. Nichts kann Ihnen das Genießen einer Cigarre so schnell ruiniren, wie fehlerhaftes Anzünden.
Empfohlen wird ein besonderes Verfahren :
Halten Sie das Fußstück ( die Seite der CIgarre, die angezündet wird ) rechtwinklig zur Flamme und drehen sie sie solange, bis ihre Oberfläche gleichmässig angezündet ist. Sie können die Glut durch ein Schwenken der Cigarre verteilen, falls das nötig ist. Aus hygienischen Gründen sollte niemals Luft auf den angezündeten Teil geblasen werden.
3. Das Rauchen
Der genuss einer Cigarre hängt vom guten Zugab. Sollte sie einmal nicht richtig ziehen oder - fachmännisch - " lüften " , hilft es, die Cigarre zwischen zwei Fingern leicht zu drücken. Ein Genießer raucht langsam mit Ruhe und Würde, regelmässig und inhaliert nicht. Die Cigarre wird ab und zu gedreht, damit sie nicht einen Innenbrand oder einen anderen falschen Brandlauf bekommt.
4. Die Asche
Nicht gleich die Asche abklopfen; denn diese schützt die Glut und wärmt die angesogene Luft. Wenn die Asche eine Länge von 2 - 3 cm erreicht hat, wird sie vorsichtig abgestreift. Beschädigungen der Glut führen zu falschem Abbrand.
5. Das Wiederanzünden
Asche vom erloschenen Brandende abstreifen und gleichmässig zurichten. Das noch warme Brandenede lediglich über eine Flamme halten - nicht ziehen - die Cigarre kommt von selbst wieder in Gang.
6. Die Stummellänge
Cigarren werden nicht bis zum kleinsten Rest aufgeraucht. Dieser schmeckt nicht sehr gut. Kenner legen die Cigarre nach etwa 2/3 Rauchlänge ab. Die Cigarre wird nicht ausgedrückt, denn die Glut erlischt nach der Ablage von selbst.
7. Die Aufbewahrung
Cigarren sind im Urzustand subtropische Gewächse. Am wohlsten fühlen sie sich in klimatischen Verhältnissen, die ihrem Ursprungsland entsprechen. Der Humidor macht dies möglich. Er hält die Feuchtigkeit bei richtiger Pflege konstant und dadurch die Cigarre genussfrisch. Günstige Bedingungen für Cigarren sind 65 - 70 % relative Luftfeuchtigkeit bei einer Raumtemperatur von 20 Grad.
| Abschneider | Bei Cigarren, die nicht fabrikseitig rauchfertig sind, wird zweckmässig mit einem Guillotine-Abschneider am Mundende der "Kopf" abgeschnitten. |
| Abbrand | Kriterium für das Abglimmen der Cigarre |
| Ader | Struktur im Deckblatt, sollte für einen guten Abbrand möglichst parallel zur Cigarre verlaufen. |
| Aficionado | Fanatischer Cigarrenliebhaber (span.) |
| Air-cured | Nach der Ernte in der Luft getrocknete Tabake; werden vorzugsweise für Cigarren verwandt. |
| Amatista | Luftdicht verschlossener Glasbehälter für 50 oder 25 Cigarren, um eine evtl. erwünschte Fabrikfrische zu bewahren. |
| Arapiraca | Tabaktyp aus Nordostbrasilien |
| Ausblühen | Als feiner weißer Puder treten bei manchen Deckblättern Mineralsalze im Zuge der Abtrocknung der Cigarre aus. Kann abgebürstet werden. Kein Schimmel. |
| Belicoso | kurze Pyramide (140 mm) mit abgerundetem Kopf |
| Besuki | Berühmter Tabakanbaudistrikt auf Java |
| Binder | Umblatt (engl.) |
| Blend | Einlagemischung (engl.) |
| Bohrer | Gerät zum Anbohren des Cigarrenkopfes in Längsrichtung |
| Bouquet | Vielfalt der Aromen, die bei unsachgemäßer Lagerung verloren gehen |
| Brasil | Synonym für dunkle Cigarren. Eine Geschmacksrichtung. |
| Bunch | Wickel (engl.) |
| Bundle | Cigarrenbündel in Zellglas als kostengünstige Verkaufsverpackung (engl.) |
| Cabinet | in rohe Holzkisten zur Reifung Selection abgepackte Cigarren |
| Candela | In den USA teilweise beliebte hellgrüne Modefarbe des Deckblattes. Durch Räuchern nach der Ernte bleibt das Chlorophyll erhalten; die > Fermentationsfähigkeit wird aufgehoben. |
| Capa | Deckblatt (span.) |
| Capote | Umblatt (span.) |
| Carmen | Tabak aus Kolumbien (Fachjargon) |
| Churchill | Format, L 170mm x 17 - 19mm |
| Cigarillo | Am Brandende und am konisch verlaufenden Mundende gerade abgeschnittene kleine Cigarre. Im Spanischen Cigarillo = Cigarette. |
| Cigarre | Oberbegriff für Cigarrenprodukte (Kopfzigarre, Cigarillo, Stumpen) |
| Claro | Farbbezeichnung für helle Cigarren (span.) |
| Colorado | Farbbezeichnung für braune Cigarren (span.) |
| Connecticut Broadleaf | dunkelbraunes Deckblatt aus dem US-Bundesstaat Connecticut, vorzugsweise für Maduro-Cigarren. |
Connecticut Seed |
aus kubanischem Samen im US-Bundesstaat Connecticut entstandene Deckblatt-Varietät |
| Connecticut Shade | Deckblatt aus dem Anbaugebiet "Connecticut River Valley"(USA), unter Schattenzellen gewachsen. |
| Connecticut Wrapper | Deckblatt aus Connecticut (US-Bundesstaat) |
| Corojos | Unter Schattenzelten im Vuelta Abajo gewachsene Pflanzen für > Deckblatterzeugung. Saatguttyp, benannt nach der berühmten Plantage "El Corojo". |
| Corona | Format mit geschlossenem Mundende, zylindrischer Grundform im allgemeinen; speziell L 140 mm; x 15 - 17 mm |
| Cuba | Insel in der Karibik, Ursprung für berühmte Tabak- und Cigarrenkultur. Einzigartig in dem idealen Zusammentreffen von Bodenbeschaffenheit, Klima und Saatgut. |
| Cuban Seed | Verwendung von kubanischem Samen in anderen Anbauländern. |
| Culebra | Schlange (span.). Meistens zu dritt in feuchtem Zustand zu einem Zopf geflochtene Cigarren. Die Krummen. |
| Cutter | Abschneider (engl.) |
| Deckblatt | Äussere Blatthülle der Cigarre, meistens spiralig vom Brandende zum Mundende gerollt und dort mit Tragant verklebt. Zählt neben dem > Umblatt zu den Hülltabaken. |
| Delgado | (span.schlank) FormatCharakteristikum |
| Diademas | großes Format (200 mm) mit geschlossenem spitzen Kopf und mehr oder weniger geschlossenem Fuß |
| Dominik. Republik | Teil der Karibikinsel Hispanola. Wichtiges Herstellungsland für Tabak und Premium Cigars. Domingo (Fachjargon) |
| Double Claro | Candela |
| Double Corona | Format L 190 mm, x 20 mm |
| Ecuador | An der Pazifikküste Südamerikas gelegenes Land. Erzeugung von Deckblatt und Premium Cigars. |
| Einlage | Kern der Cigarre. Mischung aus Blatthälften oder Blatteilen verschiedener Sorten oder Provenienzen. Escaparates schwach gekühlte Schränke zur Aufbewahrung der frischen Cigarren für einige Wochen nach dem Rollvorgang |
| Especial | Format L 235-240 mm; x 19 mm |
| Facon | Format (franz.) |
| Fermentation | Gärungsprozess des Rohtabaks. Abbau von Eiweiss, Nikotin, und Zucker. Entwicklung der Aromastoffe. |
| Feuerzeug | Gasfeuerzeuge, weil geruchsneutral, sind neben Streichhölzern bestens zum Anglimmen geeignet. |
| Figurado | Format; andere als zylindrische Grundform. |
| Filler | Einlage (engl.) |
| Format | Form der Cigarre. Länge (L) und Durchmesser (x) haben in Wechselwirkung grossen Einfluss auf den Geschmack neben den Eigenschaften des verwendeten Tabaks. |
| Fuß | Brandende der Cigarre |
| Gran Corona | Format L 140-150 mm; x 16-19 mm |
| Gran Panetela | Format L 190 mm; x15 mm |
| Habano | geschützter Begriff für Cigarren aus Cuba |
| Half Corona | Petit Corona |
| Half-wheel | Media Ruedas |
| Handmade | handwerklich hergestellt (engl.) |
| Hand-rolled | Deckblatt in Handarbeit aufgebracht (engl.) |
| Havana | Hauptstadt Cubas (engl.); geschützter Begriff für Cigarren aus Cuba |
| Havana Seed | Varietät von Tabak in den USA, die sich von Corojos ableitet. |
| Hecho a Mano | In Handarbeit hergestellt (span.). Kann bedeuten, dass die Wickel nur in Handarbeit überrollt worden sind. |
| Hohlbrenner | lückenhafte Einlageverteilung. Fabrikationsfehler. |
| Hole piercing | Fabrikseitiges Lochen der Cigarren am Kopf mit geheizten Bronzenadeln, um sie genußfähig zu machen, ohne die Form zu zerstören. |
| Honduras | Herstellungsland in Mittelamerika von Tabak und Premium Cigars. |
| Humidor | Raum oder Behältnis für die kontrollierte Feuchthaltung von Cigarren. |
| Indonesien | Inselstaat in Südostasien. Berühmtes Herkunftsland für Cigarrentabake. |
| Inhalieren | Einatmen des Rauches, bei Cigarrenrauchern verpönte Angewohnheit. |
| Jamaica | Herstellungsland in der Karibik für Premium Cigars. |
| Java | Bevölkerungsreichste der grossen Sundainseln (Indonesien), Herkunftsland für berühmte Cigarrentabake. |
| Kerbschnitt | Keilförmig angebrachter Einschnitt am Kopf, um die Cigarre genußfähig zu machen. |
| Kopf | Mundende der Cigarre |
| Kopfcigarre | Cigarre mit einem geschlossenen Mundende. |
| Lagerung | Umstände (18-20 Grad Celsius, 65-75 Prozent relative Luftfeuchtigkeit entscheidend für die Bewahrung der Qualität. |
| Leicht | wenig ausdrucksvoll im Aroma; kein Hinweis auf Nikotin- und Kondensatgehalt. |
| Ligero | (span. mild) besonders dünnblattiger Ernteanteil bei Havanna-Tabak |
| Long Filler | gestreckte Einlageblätter (engl.) |
| Lonsdale | Format, L 150 mm; x 16 - 17 mm. |
| Luften | Zugwiderstand bezeichnend |
| Maduro | Farbbezeichnung für dunkle, reife Deckblätter (span.) |
| Media ruedas | Bündel von 50 Cigarren, die der Roller mit einem Baumwollband zur leichteren Mengenkontrolle zusammenbindet. |
| Mexico | mittelamerikanisches Land für die Erzeugung von Tabak und Premium Cigars. |
| Mild | wenig ausdrucksvoll im Aroma; kein Hinweis auf Bekömmlichkeit. |
| Nicaragua | mittelamerikanisches Land für die Erzeugung von Tabak und Premium Cigars. |
| Nikotin | Aromaträger wie Alkohol im Wein |
| Oscuro | Farbbezeichnung für nahezu schwarze Cigarren. |
| Panetela | Format, L 100-170 mm; x 10 mm |
| Parejos | Formate mit zylindrischem Korpus |
| Partido | angesehene Tabakanbauregion auf Cuba |
| Petaca | Taschenpackung für Habanos |
| Perfecto | Format mit rundem Kopf und spitzem Brandende. |
| Petit Corona | Format, L 125 mm; x 16 - 17 mm |
| Picadura | gerissene, entrippte Blatteile als Einlage. |
| Piloto Cubano | Saatguttyp in der Dominikanischen Republik, der sich von Havanna ableitet. |
| Piramide | Format, in ganzer Länge konisch verlaufende Cigarre. |
| Premium Cigars | Hoher Qualitätsstandard. Kriterien: Tabak zu 100%. handmade, Long Filler. |
| Purito | Cigarillo (span.) |
| Puro | Synonym für Cigarre (span.) |
| Rampen | beschädigte Cigarren (Branchenjargon) |
| Ring Gauge | in Amerika Zahl für das Ringmass = Umfang (sprich: ring geidsch); vierundsechzigster Teil eines Inches, z. B. 40 = 40/64 eines Inches = 15,6 mm |
| Remedios | Tabakanbauregion im Zentrum Cubas |
| Rippe | Hauptader des Blattes, die vor der Verarbeitung entfernt wird. |
| Robusto | Format L 120 mm; x 20 mm |
| Sandblatt | unterste Blätter an der Pflanze; zart, besonders aromatisch, vom Regen mit Sand bespritzt. |
| Schulter | Ansatz des konischen Verlaufs des Formates zum Kopf hin |
| Shade-grown | Unter mit Käsetuch überspannten Feldern gewachsener Tabak. Die Sonneneinstrahlung soll zum Erhalt heller Blattfarben ferngehalten werden. Ein Kleinklima soll erzeugt werden. |
| Scrap Filler | gerissene, entrippte Blatteile als Einlage (engl.) |
| Shape | Format (engl.) |
| Stumpen | In der Schweiz geläufiges Synonym für Cigarren, oft in abfälliger Bedeutung. Ursprünglich in Mehrfachlänge hergestellte Cigarren mit in ganzer Länge aufgeklebtem Deckblatt. |
| Sumatra | Synonym für helle Cigarren. Grosse Sundainsel (Indonesien), Herstellungsland des teuersten Deckblattes. |
| Sun-cured | in der Sonne statt in Scheunen getrockneter Tabak |
| 100% Tobacco | Cigarren aus Tabaken in ihrer gewachsenen Gestalt |
| Toleranz | Rücksichtnahme auf Nichtraucher gilt als vornehme Tugend der Cigarrenraucher. |
| Torcedor | Cigarrenroller, Facharbeiter |
| Torpedo | Format R Pyramide |
| Totalmente a mano | höchste Klasse der reinen Handfertigung, mit Tripa Larga, in Cuba mit Hilfe von Holzformen. |
| Tragant | Pflanzenharz als Grundstoff zum Verkleben des Deckblattes am Mundende |
| Très Petit Corona | Format L 110 mm; x 16 mm |
| Tripa | Einlage (span.) |
| Tripa Corta | gestreckte Einlage z. T. mit kurzen Blattbestandteilen |
| Tripa Larga | gestreckte Blatthälften als Einlage |
| Tubo | verschliessbare Aluminiumröhre als Schutz für die einzelne Cigarre vor mechanischer Beschädigung und Austrocknung |
| Umblatt | Eines oder mehrere Hülltabakblätter unter dem > Deckblatt geben und halten das Format |
| Vega | Tabakplantage |
| Verknallt | mit Einlage überfüllte Cigarre, schlechter Zug (Branchenjargon) |
| Vintage | Tabakjahrgang, nicht Verarbeitungsjahrgang |
| Virginia | in den Alpenländern beliebte schlanke Cigarre aus Schwerguttabaken in besonderer Zubereitung |
| Vitola | Schmuckring (span.) für die einzelne Cigarre zur Kennzeichnung der Marke, aber auch Bezeichnung für das R Format |
| Volado | Sandblatt der Criollo-Pflanze. |
| Vorstenlanden | Tabakanbauregion auf Java (niederl. Fürstenländer) |
| Vuelta Abajo | berühmteste Tabakanbauregion auf Cuba |
| Wickel | Einlage und Umblatt zum Wickel geformt bilden das Halbfertigfabrikat. |
| Wrapper | Deckblatt (engl.) |
| Zopf | Zu einem Zöpfchen (schweiz.Zöpfli) geflochtene Deckblattfahne am Kopf. Abgebissen ist die Cigarre genußfertig. |
| Zug | Kriterum für den Zugwiderstand |